LA RETE DEL SOLLIEVO

 

DAS MODELL

Das moderne Konzept der Palliativmedizin sieht eine interdisziplinäre und multiprofessionelle Zusammenarbeit vor, um Patienten eine bestmögliche Behandlung zu sichern.

Die Strahlentherapie stellt hier eine wirksame und kausale Therapiemöglichkeit für onkologische Schmerzen dar. Das Linderung der Schmerzen kann nachhaltig oder sogar endgültig sein, da die Strahlen direkt am neoplastischen Herd angreifen, welcher die angrenzenden freien Nervenendungen infiltriert oder komprimiert.

Die Strahlentherapie ist nicht als Konkurrenz für eine pharmakologische Therapie durch Morphinpräparate zu sehen, aber zusammen mit dieser trägt sie zur Verbesserung der Lebensqualität der Patienten bei. Das Ansprechen auf eine palliative Strahlentherapie kann zu einem reduziertem Bedarf an Opioid-Analgetika führen, zum einen durch einen schmerzstillenden Effekt an sich, zum anderen durch die Reduktion der pharmakologischen Nebenwirkungen (Benommenheit, Obstipation, usw.).

Das Konzept zur Linderung chronischer Leiden bedarf einer Vernetzung humaner und technischer Ressourcen um die Strahlentherapie den Patienten mit fortschreitenden chronischen Krankheiten in sogenannten terminalen Erkrankungsstadien zugänglich zu machen um ihnen die Hoffnung  auf ein lebenswertes Leben zu geben.

Es handelt sich um ein strukturiertes System, das die Übermittlung patientenbezogener klinischer Informationen zwischen den verschiedenen beteiligten Institutionen erleichtert: dem Hospiz, der häuslichen Pflege, dem Zentrum für Strahlentherapie. Letzteres verfügt über einige “spezialisierte” Bettenplätze, welche von Strahlentherapeuten aus der Klinik betreut werden; auch bei kurzer Liegedauer können diese die bestmöglichsten strahlentherapeutischen Anwendungen durchführen.

Die zeitnahe Entlassung der Patienten zurück in das Hospiz oder die häusliche Pflege stellt den Patienten eine angemessene und liebevolle Versorgung sicher.

Diese Stetigkeit der Therapie mit minimalen Wartezeiten, bedingt durch eine gute Planung, durch die Zusammenarbeit von Klink und Hospiz, wird gut angenommen von den Patienten und deren Familien und führt zu einer Verbesserung der Lebensqualität, jederzeit mit voller Rücksicht auf die Würde der Patienten.


Italien vernetzt

Jede Region hat einen eigenen Ansprechpartner für das Linderungs Netzwerk. Jeder Ansprechpartner hat die jeweils drei notwendigen Personen identifiziert, um die besten Bedingungen für eine optimale und einheitliche Durchführung der Strahlentherapie für entsprechenden Patienten zu ermöglichen: dies sind die Patienten im Hospiz oder vom Hospiz betreute Patienten zu Hause, mit einer verbleibenden Lebenserwartung von ca. 1-3 Monaten.

Die drei Personen sind:

1.Der Leiter der Strahlentherapie Station

2.Der Leiter der Station für einen Aufenthalt für 2 Tage

3.Der Leiter des ansässigen Hospizes oder des “Home care” – Hospizes


Jetzt beginnen wir tätig zu werden in der Hoffnung, dass die Netzwerke in den verschiedenen Regionen interdisziplinär funktionieren können. Diese Aktivität wird überwacht und die Anzahl der behandelten Patienten jeder Region wird auf der Homepage angezeigt.


LA GIORNATA NAZIONALE DEL SOLLIEVO (Nationaler Tag der Linderung )

Jeden letzten Sonntag im Mai begeht man in Italien den nationalen Tag der Linderung zur Förderung der Palliativmedizin, der Schmerztherapie im speziellen, ausgerufen vom Ministerium für Gesundheit und Soziales, vom Zusammenschluss der autonomen Regionen und von der nationalen Stiftung “Gigi Ghirotti”.

Das Ziel der Veranstaltung ist es die im Gesundheitswesen Beschäftigten und Bürger über die Wichtigkeit der Förderung der “Kultur der Linderung” zu informieren und zu sensibilisieren und das Bewusstsein dafür zu vergrößern, dass Linderung nicht nur wünschenswert, sondern auch möglich ist. An diesem Tag steht wirklich der Patient im Mittelpunkt und sein Recht auf Information über neue Therapiemöglichkeiten um Schmerzen und Leid zu lindern, aber auch die Wichtigkeit den Patienten in seiner Gesamtheit zu berücksichtigen, allen seinen psychischen, physischen, sozialen und spirituellen Bedürfnissen gerecht zu werden um die höchstmögliche Lebensqualität für ihn und seine Familie zu erreichen.

Die immer höher werdende Lebenserwartung bedingt auch in unserem Land eine Erhöhung des Vorkommens chronischer Krankheiten und unterstreicht die Bedeutung der Fürsorge für Alte und Schwache in der Bevölkerung.

In diesem Zusammenhang wird die Beachtung der Lebensqualität ein fester und strukturierter Bestandteil der Pflege werden, genauso wie man gezwungen sein wird sich immer wieder mit chronischen Krankheiten auseinanderzusetzten, die eine geringe Restlebensdauer bedeuten.